Sie machte sich einen Namen durch ihre leidenschaftliche Kritik an der SPD: Die schlagfertige Gewerkschafterin und frühere Reinigungskraft Susanne Neumann tot. Sie sei am Sonntagabend im Alter von 59 Jahren einem Krebsleiden erlegen, teilte der Bezirksverband Emscher-Lippe-Aa der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mit und bestätigte damit einen Bericht der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung”. Neumann war in dem Verband bis zuletzt ehrenamtlich als stellvertretende Vorsitzende tätig.

Neumann war 2016 nach einem Talkshow-Auftritt in die SPD eingetreten. Sie wurde kurz darauf bundesweit bekannt, als sie dem damaligen Parteichef Sigmar Gabriel bei einer SPD-Veranstaltung schlagfertig riet, die Große Koalition zu verlassen. Bei dem Auftritt prangerte sie auch die Altersarmut und ein Versagen des Sozialstaats an.

Im Dezember vergangenen Jahres wurde bekannt, dass Neumann nach zweieinhalb Jahren aus der SPD ausgetreten war,. Die “Schlipsträger” in der einstigen Arbeiterpartei seien auf dem falschen Weg, sagte die Frau aus dem Ruhrgebiet nun zu ihrem Austritt. Weiter mitarbeiten wollte sie laut “WAZ” in der “Aufstehen”-Bewegung von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht.

Der Bundestagsabgeordnete Marco Bülow, der im November aus der SPD ausgetreten war und ebenfalls bei “Aufstehen” mitwirkt, würdigte Neumann bei Twitter. Bülow schrieb: “Ich bin sehr dankbar dafür, diese engagierte Frau kennengelernt zu haben, mit ihr für eine soziale Politik zu streiten. Sie macht mir Mut und mahnte mich, klar und authentisch zu bleiben.”




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